BLOG: Backpacking Bali

Endlich sind wir auf Bali 

Was für uns immer ein Traum war ist nun schon etwas zum Alltag geworden: Strände, jeden Tag Sonne, eine völlig neue Kultur, Dschungel, Abenteuer. Wir haben es endlich nach Bali geschafft!

Von Denpasar nach Kuta nach Ubud. Was wir in diesen 4 Tagen bereits erlebt haben, so viel.

Am Flughafen angekommen, halb 10 Abends unser Hostel ist 15 km weit weg und wir sind müde vom Flug. 
Als wir den Flughafen verlassen wollen werden wir von ca 20 Männern umkreist und angeschrien, alle sind Taxifahrer und alle wollen, dass wir mit ihnen fahren. Wir wissen, dass ein Uber nach Kota (wo unser Hostel ist) 200.000 Rupiah kostet. 
Die Männer waren sehr aufdringlich, sodass wir uns aus der Menge kämpfen mussten, um eine ruhige Ecke zum nachdenken zu finden. Eigentlich wollten wir ein Uber bestellen, wir hatten aber noch keine SIM-Karte und somit kein Internet. Also blieb uns nur Taxi fahren, genug Angebote hatten wir ja…

Wir entschieden uns für eine Mann, der uns als einziger nicht vollquatschte und er wollte natürlich viel zu viel Geld für diese Fahrt haben. Da wir offensichtlich Touristen sind (wir fallen mit unseren großen Rucksäcken und der kalkweißen Haut natürlich minimal auf) berechnet uns jeder hier auf Bali erst einmal viel zu viel. Wer also hier nicht handelt, ist es selbst schuld. 

Letztendlich bezahlten wir 200.000 Rupiah und kamen sicher in unserem Hostel an. 

 

Unser erster Tag auf Bali

Schon um 8 Uhr morgens 30 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit – gewöhnungsbedürftig vor allem nach unseren 2 Monaten im doch relativ kühlen Neuseeland.
Worauf wir uns am meisten gefreut haben: Essen. Ehrlich. Lebensmittel waren wirklich teuer in Neuseeland und Restaurants eigentlich unbezahlbar.

Also marschierten wir sofort los und suchten nach dem erst besten Laden. Für 1,20€ pro Person bekamen wir dann eine riesen Portion gebratenen Reis mit Hühnchen und Gemüse, dazu einen Eistee. Fantastisch. 

 

 

Danach noch im Laden nebenan einen frisch zubereiteten Smoothie gekauft (0,80€) und wir machten uns sehr glücklich auf den Rückweg zum Hostel. Und plötzlich huschte ein riesen Waran an uns vorbei in den nächsten Abfluss. Und wir schwören, er war mindestens einen Meter lang. Ehrlich. 

 

 

Alles ist so wunderbar grün, egal wohin wir gehen. Wie oft dachten wir “wow das sieht ja klasse aus” und eine Ecke weiter war es dann noch viel schöner. 

 

Auf nach Ubud, Bali

Wir haben das Hostel schnell verlassen, um endlich den Weg nach Ubud zu finden, dem kulturellen (und leider auch sehr touristischen) Zentrum der Insel. 
Dieses Mal bestellten wir uns ein Auto über die App “GRAB”. Funktioniert wie Uber: man gibt an wo man ist, wo man hin möchte und die App sagt einem wie viel es kostet und wie lange der Fahrer brauvht bis er da ist. Zusätzlich dazu wird noch angegeben, welches Kennzeichen und welche Marke das Auto hat und ein Bild vom Fahrer ist ebenfalls dabei. 

65000 Rupiah sollte es kosten, also bestellten wir den Fahrer und warteten vor unserem Hostel. 
Schon beim Aussteigen meinte er, er könne nicht für den ausgemachten Preis fahren, wir müssten ihm 30000 extra zahlen. Wieso haben wir nicht verstanden.
Da wir schon von solchen Maschen gelesen hatten, blieben wir bei unserem Preis und erklärten dem Fahrer, dass wir uns einfach ein anderes Taxi rufen würden. 
Am Ende fuhr er uns für 65000 Rupiah zu unserem Homestay in Ubud – na also. Was lernen wir: nicht über den Tisch ziehen lassen, bloß weil wir Touristen sind.

Casa d’Sami – unser Zuhause für 4 Nächte. Eine wunderschöne kleine Anlage etwas außerhalb von Ubud.
Sechs Bungalows gibt es hier, außerdem eine Küche, einen Pool und Motorroller. 

 

Galungan, das wichtigste Fest für die Balinesen

Wir hatten uns schon in Neuseeland soo sehr auf das Essen in Asien gefreut und wurden direkt am ersten Tag für unsere Geduld belohnt. “So kann es weitergehen” dachten wir. 
Als wir im Homestay angekommen waren, erklärte uns Sami (der Besitzer), dass am nächsten Tag das wichtigste Fest auf Bali stattfinden würde, Galungan. Die Balinesen gehören fast alle dem Hinduismus an und feiern an diesem Tag, dass das Gute über das Böse siegt. 
Alle Geschäfte schließen bereits einen Tag vorher und öffnen erst drei Tage später wieder. Na toll, das war wohl nicht mit unserem Essen. Alles hatte bereits geschlossen, wir konnten uns lediglich ein paar Kekse im nächsten Kiosk kaufen…

Sami lud uns dazu ein, bei der Zeremonie am nächsten Tag dabei zu sein. Er brachte uns traditionelle Kleidung und erklärte uns seine Religion. Wir hörten gespannt zu und waren wirklich fasziniert und seiner Weltanschauung. 

Um 9 Uhr morgens fuhren wir gemeinsam mit zwei anderen Mädels aus dem Homestay (ebenfalls Deutsche) mit Rollern zum Tempel (das war gar nicht so leicht, mit den langen Gewändern).
Wir dachten, wir dürften uns die Zeremonie anschauen und ein paar Fotos machen und freuten uns riesig – bis Sami’s Nichte uns in den Tempel führte und uns erklärte, was wir tun müssten, um wie die Hindus zu beten. 
Sie erklärte uns den Ablauf und setzte sich mit uns neben die anderen Balinesen, um zu beten – mit uns gemeinsam!
Wir setzen uns im Schneidersitz auf den Boden, hielten die Hände mit der Handfläche nach oben neben unsere Knie und empfingen das heilige Wasser der Balinesen. Vor uns lag ein Körbchen mit Blumen und Räucherstäbchen. Wir hielten unsere Hände über den Rauch und nahmen eine der gelben Blumen zwischen die Hände, um zum Sonnengott zu beten. Danach kam eine rote, dann eine blaue und dann von allen etwas. Ein Balinese kam und spritze wieder etwas Wasser über uns. Wir fingen das Wasser in die Handflächen auf und tranken davon (3 mal) und ein letztes Mal tupften wir das Wasser auf unseren Kopf. Wir bekamen Reis und klebten ihn auf die Stirn und aßen 3 Reiskörner. Dann war das Ritual zu Ende. Und es wunderbar. 

Wir hatten nicht erwartet, in so einer Form integriert zu werden. An so einem wichtigen Tag, ließen uns die Dorfbewohner an ihrer Kultur teilhaben. Wir sind so unendlich dankbar für diese Erfahrung.

 

 

Heute war uns dann auch das Essen vollkommen egal – wir hatten einen wirklich einzigartigen Tag und durften die Kultur Bali’s hautnah miterleben und verstehen die Menschen hier nun besser. Wir hoffen, dass es so weitergeht und wir noch weitere Einblicke in das Leben der Balinesen bekommen!

Hier könnt ihr euch das Video zum Galungan-Fest anschauen! 

 

 

 

Wir erkunden Bali: Tempel, Wasserfälle, Reisfelder, Affen

So viele Tempel!

Wir sind nun schon einige Tage hier auf Bali und haben es nun auch endlich geschafft einige Tempel zu besuchen. 

Pura Lempuyang

Dieser Tempel liegt hoch oben auf einem Berg und besteht eigentlich aus sieben Tempelanlagen.
Möchte man den bekanntesten Tempel besuchen, kann man mit einem Taxi, Bus oder mit dem Roller den Berg erklimmen und nur 5 Gehminuten vom ersten Tempel entfernt parken.
Eintritt muss man hier nicht zahlen, dafür wird eine selbst gewählte Spende verlangt. Außerdem muss man sich für 10.000 Rupiah einen Sarong ausleihen wenn man keinen besitzt, denn ohne darf man die Tempel nicht betreten. 

Auch wenn die Fahrt zu diesem Tempel, der weit im Norden liegt, wirklich lange dauert und ziemlich anstregend ist (zumindest wenn man selbst fährt) hat sich der Weg mehr als gelohnt: das “Tor über den Wolken” hat uns besonders gefallen! Normalerweise sieht man hier den großen Vulkan Mount Agung. An diesem Tag war es sehr bewölkt und hat viel geregnet, aber es war dennoch einfach atemberaubend!

 

 

Tirta Empul – der Wassertempel

Tirta Empul liegt nördlich von Ubud und heißt “Heilige Quelle” – es ist ein Ort an dem sich die gläubigen Hindus im heiligen Wasser reinigen. Sie besuchen den Tempel wenn sie krank sind und um Hilfe ersuchen, wenn sie Sorgen haben oder sich von etwas “befreien” wollen. 
Es gibt zwei große Becken die mit diesem, für Hindus, heiligen Wasser gefüllt sind. 
Die Balinesen steigen ins Wasser und laufen nacheinander unter den Wasserfontänen, welche an einer Wand angebracht sind, hindurch, waschen sich über Haare und Gesicht und beten dabei. Für die Hindus ist dies ein bedeutsames Ritual.
Dementsprechend merkwürdig ist es, dass sie bei diesem Ritual umgeben sind von Touristen. 
Es war fast schon unangenehm dabei zuzuschauen. Die Touristen springen in die Becken, machen viele Fotos und nutzen das heilige Wasser zum plantschen, um sich von der Hitze abzukühlen. Schulter an Schulter stehen sie mit den betenden Hindus. Einfach nur unangenehm. 

Trotz allem war die Tempel Anlage sehr schön anzusehen und man muss bedenken, dass die Balinesen von dem ganzen Tourismus profitieren, ja sogar leben. Wenn man das im Kopf behält, ist dieses seltsame Szenario doch ganz gut anzunehmen. 

 

 

Goa Gajah – die Elefantenhöhle auf Bali

Auch diese Tempelanlage haben wir besuchen können. Für weniger als einen Euro pro Person darf man die Anlage besuchen – vorausgesetzt man wickelt sich in einen Sarong. 
Das Parken kostet hier 2000 Rupiah (0,10€) und der Weg hinein in den Tempel führt unweigerlich vorbei an Verkaufsständen der Balinesen.

Da wir schon schlimmere Erfahrungen mit aufdringlichen Verkäufern gemacht haben (Ägypten) ist es für uns kein Problem mehr die Rufe und drängenden Angebote dankend abzulehnen. Für Touristen, die vielleicht das erste Mal solch ein Land besuchen ist es jedoch sicherlich nicht ganz so leicht. 
Die Verkäufer (meistens Frauen deren Männer im Tempel selbst arbeiten) kommen auf einen zu und versuchen einem alles mögliche anzudrehen. Alles kein Problem – schließlich müssen sie ja auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Schlimm wird es erst dann, wenn man sich etwas anschaut und es doch nicht kaufen möchte, dann wird man ganz schnell ziemlich böse angeschimpft. Teilweise ziehen die Frauen auch an der Kleidung, um einen in das Verkaufs Zelt zu ziehen. Leider gehört das auch zu den wundervollen Sehenswürdigkeiten auf Bali, wirft unserer Meinung nach aber nur einen kleinen Schatten auf das Ganze.

Goa Gajah ist eine Ansammlung von verschiedenen kleinen Tempeln teilweise im indonesischen Dschungel versteckt. 
Das bekannteste Foto Objekt ist hier natürlich die “Elefantenhöhle”, welche schon von den Eingangsstufen zu sehen ist. In der Höhle selbst gibt es verschiedene hinduistische aber auch buddhistische Statuen zu sehen – wenn man eine Taschenlampe dabei hat (na gut, zur Not tut’s auch das Handy). Die Höhle ist nämlich stockdunkel.

 

Außer der Elefantenhöhle gibt es noch ein Meer an kleinen Steinstatuen (man erkennt leider nicht mehr was genau diese einst darstellen sollten), ein mit Wasser gefülltes Becken, in dem Gläubige sich waschen können, einen großen Teich mit schönen Seerosen (und hunderte Libellen) und einen Tempel hoch oben im Dschungel (der Ausblick ist echt schön).

 

 

Uluwatu Tempel und eine ziemlich große Affenbande

Um den Uluwatu Tempel zu besuchen mussten wir knapp eine Stunde über die Insel in den Süden Balis fahren. Die Insel ist klein und man hat nie große Entfernungen – mit dem Roller ist es jedoch nicht immer so flott wie auf dem Navi angegeben. Wir fahren (und laufen) immer mit MapsMe, einer App, die den Standort im Offline Modus abrufen kann und einen somit ganz ohne mobiles Internet durch die Welt navigiert (genial). 

Da die Straßen hier ziemlich verstopft sind von Autos und unendlich vielen Motorrollern fährt man meistens doppelt so lang, wie bei MapsMe angegeben. 
Trotzdem ist die Fahrt mit dem Roller der schnellste Weg um hier von A nach B zu kommen. 
Es gibt sogenannte GoJeks: quasi ein Rollertaxi das man ebefalls über eine App bestellen kann. Ein Fahrer holt einen am gewünschten Standort ab und kutschiert einen auf dem Roller zum Ziel. Das ist super günstig und man hat keinen Stress, sich einen Roller auszuleihen (und diesen heil zurück zubringen…). 
Wir leihen uns fast täglich einen Roller aus, das kostet nur ca 4€ und wird in den meisten Fällen direkt am Hotel angeboten.

Nach einer wirklich langen Fahrt quer durch Denpasar kamen wir am Nachmittag am Uluwatu Tempel an. 
Der Eintritt kostet hier 30.000 Rupiah pro Person, das sind ca 1,90€ – für indonesische Verhältnisse viel Geld, für uns jedoch mehr als in Ordnung. 
Diese Anlage ist riesen groß und liegt hoch oben an der Küste – dementsprechend ist der Ausblick auf das Meer atemberaubend schön. 

 

Natürlich gibt es wieder hunderte Touristen. Aber wir sind ja auch Touris, also dürfen wir uns da nicht beschweren! 
Für manche ein Plus- für andere ein Minuspunkt: hunderte Affen, die über die Mauern des Tempels klettern. Es sind unzählige von diesen kleinen (und doch nicht so kleinen) Biestern anzutreffen. 
Klar, wir fanden das auch irgendwie total cool, schließlich haben wir noch nie Affen in freier Wildbahn sehen können! Bei den niedlichen Tierchen ist jedoch Vorsicht geboten: sie sind frech und wirklich aggressiv. Eine schlechte Mischung. 
Netterweise warnte eine Dame uns, die Sonnenbrillen wegzupacken. Zum Glück haben wir auf sie gehört denn einige Meter weiter versuchte eine panische Asiatin kreischend ihre Brille von einem Affen wieder zubekommen. 
Wenn man genug Abstand zu den Tieren einhält, keine blinkenden oder losen Gegenstände an sich trägt und es vermeidet den Affen in die Augen zu blicken kann man sich den Tempel ohne weitere Umstände relativ entspannt anschauen. 

 

 

 

Die Tempel darf man natürlich nur mit der passenden Kleidung betreten. Aber keine Sorge, wer es bei dem heißen Wetter nur in kurzen Shorts aushält, darf den Tempel trotzdem besuchen. Am Eingang werden nämlich immer Sarongs verteilt – kostenlos. 
Der Eintritt kostet dafür fast überall ca. einen Euro. Der Preis ist doch wirklich zu verkraften, vor allem bei dem, was man dort zu sehen bekommt…

 

Der Affenwald von Ubud – Bali Monkey Forest

Der Affenwald durfte natürlich auf unserer Reise durch Bali nicht fehlen. 
Er liegt in Ubud, der touristischsten Stadt Balis. Es ist das künstlerische Zentrum der Insel und es gibt unendlich viele Restaurants, Bars, Geschäfte und Märkte. 
Wir haben Ubud nur zweimal besucht, da uns die Touristenmassen einfach nicht zugesagt haben. Man sieht viel mehr Touristen als Einheimische und die Preise sind fast dreimal so hoch wie auf dem Rest der Insel – darauf haben wir verzichtet. 

50.000 Rupiah kostet der Eintritt, also etwas mehr als 3€. Dafür ist der Wald riesig groß und wirklich schön angelegt denn man fühlt sich als wäre man mitten im Urwald! 
An jeder Ecke stehen balinesische Frauen, die Bananen verkaufen. 
Wer ein Foto mit einem Affen haben möchte kauft sich entweder eine Banane und lockt die Affen so zu sich oder bezahlt hinterrücks 20.000 Rupiah an einen Tierpfleger (eher eine Art Security für die Touristen, um die aggressiven Affen mit Steinschleudern abzuschießen, falls diese einen Touristen angreifen) der dann einen kleinen Affen anlockt und ihn kontrolliert auf die Schulter setzt, damit man ein gutes Foto schießen kann. 

Wer sich selbstständig um ein Affenbild bemühen möchte muss vorsichtig sein: die Tiere wollen nicht mit kleinen Stückchen Banane gefüttert werden. Sie reißen einem direkt alles aus der Hand und können dabei sogar richtig böse werden (fauchen, kratzen, im schlimmsten Fall beißen…).
Das Problem ist, dass die Affen nicht gegen Tollwut geimpft sind. Wer also von einem süßen Äffchen gebissen wird und nicht geimpft ist könnte Probleme bekommen.

 

Die weltbekannten Reisterrassen von Bali

Blöderweise haben wir uns den wohl heißesten Tag unseres Bali Aufenthalts für die Reisterrassen ausgesucht. Es geht nämlich ständig Treppen hoch und wieder runter und so weiter – bei 33 Grad und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit kann man da schon mal ins schwitzen kommen (und wie…).

Der Eintritt kostet bloß 10.000 Rupiah (0,60€), macht aber für uns keinen Sinn.
Da wir ganz früh morgens unsere Rollertour zu den Reisterrassen gestartet haben waren kaum Touristen vor Ort. Deshalb haben wir den “Eingang” überhaupt nicht gefunden und sind mehrere Male die Straße auf und ab gefahren. Am Straßenrand gab es alle paar Meter eine Lücke zwischen den Häusern und man konnte die knallgrünen Reisfelder schon sehen. Wir hätten also einfach kurz vom Roller steigen und ein paar Fotos am Straßenrand schießen können.
Letztendlich haben wir den großen Parkplatz, welcher extra für die Reisterrassen angelegt worden ist, gefunden und uns wurde gesagt, das Parken sei hier kostenlos. Wir waren schon etwas stutzig, da wir bis zu diesem Zeitpunkt bei jeder Attraktion eine kleine Parkgebühr haben zahlen müssen. 
Wir wollten den Weg, den wir gekommen waren gehen, um runter zur Straße zu gelangen. Der Parkwächter drängte uns jedoch mit sanfter Gewalt zum anderen Ausgang und ließ uns erst da passieren. 
Unten angekommen verstanden wir auch wieso: für 10.000 Rupiah sollten wir ein Ticket kaufen, ansonsten versperren mehrere Wächter den Weg zur Straße – zu der Straße, auf der wir einige Minuten zuvor planlos herum gefahren waren. Dass man Eintritt für diese wunderschönen Felder bezahlen soll ist mehr als verständlich und bei dem Preis auch überhaupt kein Problem. 
Die Tatsache, dass man diese ganz normale Straße jedoch nicht betreten darf fanden wir etwas merkwürdig. 
Wir bezahlten und gingen noch ca 5 Minuten die Straße hinunter. Ein winziges Schild zeigte den “Eingang” zum Reisterrassen-Track. 

Der Weg hinunter zu den Reisfeldern ist mal wieder clever angelegt: man muss an unzähligen Cafe’s und Geschäften vorbei. Hier sind es jedoch nicht nur die Verkäufer, die einen stellenweise ziemlich dreist in die Zelte drängen. Viele Kinder laufen in Gruppen zu den Touristen und möchten Postkarten verkaufen, angeblich für die Schule. Dass das überhaupt keine Sinn macht Werktags um 10 Uhr morgens ist den Kindern dabei natürlich egal. Wir haben mitbekommen, wie eine Frau eine Postkarte kaufte und dasselbe Mädchen die Frau dann drängte noch mehr Karten zu kaufen. 
Das gleiche Prinzip gilt hier auch bei den sogenannten “Donation” Stationen. Einheimische blockieren den Weg mit ihren Hütten und lassen einen erst passieren, wenn man genug Geld gespendet hat. Diese Häuschen gibt es leider alle paar Meter und jedes Mal muss erneut “gespendet” werden. Das war dann wirklich etwas nervig. 

Die Reisterrassen sind das aber alle Male wert – alles ist so unfassbar grün und raubt einem den Atem.

 

 

Bali Swing – einmal über dem Dschungel schaukeln

Wer kennt dieses Foto nicht: ein Schaukel meterweit über den Palmes des Dschungels! Wir wussten: da müssen wir hin. Nur leider haben wir die Schaukel erst überhaupt nicht gefunden. Und den Standort dazu erst recht nicht. 
Als wir es endlich geschafft hatten, fuhren wir knapp eine halbe Stunden von unserem Hotel Richtung Osten. Wir kamen an und in einem gemütlichen Bambus Haus wurde uns ein Zettel mit den Sicherheitshinweisen der Bali Swing in die Hand gedrückt: gelesen, unterschrieben, bezahlt und los ging es!

Luis hat Höhenangst und verzichtete auf die Schaukeln, dafür bezahlte er 1,70€ Eintritt, um mich zu begleiten. Inkludiert in diesem Preis waren jedoch unendlich viele kalte Softgetränke – und das für 1,70€! 
Ich bezahlte stolze 30€, durfte jedoch alle vier Schaukeln so oft benutzen wie ich wollte, hatte ebenfalls Zugang zu kostenlosen Softgetränke und bekam sogar ein Mittagessen vom indonesischen Buffet. 

Die Anlage war super gestaltet: es gab viele wirklich gemütliche Sitzgelegenheiten, gute Musik, eine Auswahl zwischen Cola, Fanta, Sprite, Kaffe, Tee und Wasser (so viel man wollte) und leckeren balinesischen Kuchen. 
Wir haben uns tatsächlich fast 6 Stunden dort aufgehalten, weil es einfach so einen Spaß gemacht hat!

 

 

 

Ich habe im Vorfeld oft gelesen, dass das Preis-Leistungsverhältnis sehr schlecht sei und die Sicherheitsvorkehrungen viel zu lasch wären. 
30€ sind viel Geld, vor allem hier in Indonesien. Meiner Meinung nach war es das Geld aber absolut Wert! Außerdem habe ich mich nie unsicher gefühlt – die wirklich freundlichen und gut gelaunten Mitarbeiter machen ihren Job einfach gut und man wird selbst bei der kleinsten Schaukel ordentlich abgesichert. Die viele Kritik kann ich nicht nachvollziehen – aber jeder Mensch ist anders! 

18 Cola später mussten wir uns auf den Heimweg machen, nicht etwa, weil wir keine Lust mehr hatten, sondern weil die Einrichtung um 5 Uhr schließt. Ein wirklich großartiger Tag und wir würden es jedem empfehlen, der nicht an Höhenangst leidet! 

 

Padang Bai – die Überfahrt zu den Gili Inseln

Wenn man dann schon einmal auf Bali ist kann man diese kleinen Trauminseln einfach nicht auslassen: die Gilis. Gili bedeutet eigentlich bloß “kleine Insel”. Die bekanntesten (und definitiv touristischsten) Gili Inseln sind Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. 
Jede Insel ist so klein, dass man sie innerhalb von zwei Stunden einmal umrunden kann – und zwar zu Fuß! 
Gili Trawangan ist dabei eine richtige Party Insel: hier verbingen viele junge Leute, darunter eine Menge Backpacker, ihren Urlaub. Es gibt jeden Tag Strand Partys und BBQ’s. Erst gegen Abend erwach hier die Insel so richtig zum Leben. Gili Trawangan ist die größte der drei Inseln und wird als erstes von Bali angesteuert. 
Gili Meno liegt in der Mitte und ist die stillste aber (unserer Meinung nach) die mit Abstand schönste Insel der drei. Es gibt eine Menge guter Schnorchel-Spots direkt am weißen Sandstrand mit türkis-blauem Wasser. 
Gili Air ist die kleinste Insel. Sie liegt schon nicht mehr weit von der Insel Lombok entfernt.
Diese Insel ist eine Mischung zwischen Party und Ruhe. Wer ich also nicht zwischen Gili Meno und Gili Trawangan entscheiden kann, der besucht einfach Gili Air (oder gleich alle drei Inseln…).

Die Inseln sind von Bali aus gut vom Hafen in Padang Bai zu erreichen. Hier gibt es unzählige Angebote von Locals für verschiedene Boote, die die paradiesischen Insel ansteuern.
Wenn man jedoch eine Nacht in Padang Bai verbringt (zum Beispiel im Harmony Guesthouse 2 Minuten Fußweg vom Hafen) ist es ratsam sich die Tickets für das bequeme Schnellboot im Hotel vorab zu besorgen. Das ist meistens um einiges günstiger und einfacher. 
Wir haben für ein Ticket oneway 200.000 Rupiah gezahlt: das ist teuer, auch für indonesische Verhältnisse. Das Boot bringt einen innerhalb von 1,5 Stunden nach Gili Trawangan. Auf dem Boot gibt es einen riesigen Kinosaal -bei uns lief sogar der neuste Teil von Fluch der Karibik auf Englisch!

Wer Geld sparen möchte kann von Padang Bai auch die Local Ferry nehmen. Für bloß 45.000 Rupiah fährt das Boot früh morgens (9 Uhr) nach Lombok. Diese Fahrt dauert leider mindestens 5 Stunden. In Lombok angekommen, muss man mit einem Taxi für ca. 200.000 Rupiah nach Bangsal fahren, einem Hafen im Nord-westen der Insel Lombok. Von dort aus kann man für 15.000 Rupiah eine weitere Fähre zu einer Gili Insel seiner Wahl nehmen. Die ganze Fahrt dauert dann ca, 8 Stunden uns kostet für 2 Personen ca. 320.000 Rupiah. 

Unser erster Stopp war Gili Meno. Wieso? Weil wir unbedingt Schildkröten sehen wollten. 
Also buchten wir direkt eine Tour zum Schnorcheln für 12 Euro (2 Personen). Darin enthalten: ganze 4 verschiedene Schnorchel-Spots in 3 Stunden. 
Es hat sich mehr als gelohnt…

 

 

Außer dem Unterwassertempel und den Meeresschildkröten haben wir noch eine Schiffswrack und einn haufen Korallen und bunter Fische gesehen. Überglücklich gibg es dann also zurück zur Insel und in unseren 8,50€ Bungalow. 
Auf Gili Meno haben wir außer dieser Tour tatsächlich nichts anderes getan als zu entspannen. Relaxen und das gute Essen genießen – leider sollte das nicht lange anhalten.

 

Krank im Paradies: auf zum Insel Doktor!

Ich bin leider krank geworden und konnte unsere Zeit auf diesen schönen Inseln kaum genießen.
Eine Magenentzündung, ausgerechnet dann. 
Mit Mühe schafften wir es trotz allem von Gili Meno nach Gili Air und ins letzte Hostel der Insel (25 Minuten Fußweg mit Gepäck bei 33 Grad).
Als es einfach nicht besser werden wollte, machten wir uns in der ersten Nacht auf Gili Air um 3 Uhr nachts auf den Weg über die verlassene Insel zum Insel-Doktor. 
Nachdem wir diesen aus dem Schlaf geklopft hatten (offiziell war das nämlich eine 24-Stunden Klinik) bekam ich eine Spritze und eine handvoll Tabletten und wurde zurück ins Hostel geschickt. 

Es wurde leider nicht besser, sondern viel schlimmer. Also versuchten wir es erneut: dieses Mal bei dem anderen Arzt der Insel. Viel besser: er stellte eine Menge Fragen, was der andere nicht getan hatte, und erklärte, ich habe vermutlich eine Magenentzündung. Er gab mir eine handvoll neuer Medis und entließ uns. 
Keine zwei Tage später war ich wieder fit – zum Glück!
Da wir schon viel länger auf den Gilis waren als geplant, ging es kaum das ich wieder gesund war auch schon weiter nach Lombok. Am letzten Abend auf Gili Air hat es dann auch noch geregnet und gewittert. Naja, so spielt das Leben – wir hatten trotzdem ein paar schöne Momente auf den Gilis!

 

 

 

Vulkanausbruch auf Bali: Wie uns der Mount Agung eine Strich durch die Rechnung machte

Lustige Sache: von dem super gefährlichen Vulkan, der jeden Moment ausbrechen kann haben wir vor unserer Indonesien Reise nicht ein Wort gehört. Nicht einmal als wir in Bali ankamen. Nein, der erste Moment, wo uns wirklich bewusst wurde, dass eine solche “Gefahr” keine 25km von uns entfernt liegt war, als wir uns ein Hostel in der Nähe des Pura Lempuyang Tempels buchen wollten und nicht glauben wollten, dass die Preise um 75% gesunken waren. 
Kurz vor der Buchung ist uns dann ein Artikel ins Auge gesprungen. 
Knapp einen Monat zuvor waren doch tatsächlich etliche Einwohner (100.000!!) rund um den Vulkan evakuiert worden. Und wir zwei Eulen haben nicht einmal davon gewusst. Typisch, wird jeder der uns kennt nun sagen oder denken.

Bei der Einreise nach Bali muss man bereits einen Weiterflug vorweisen können, um sicherzustellen, dass man das Land auch wirklich innerhalb von 30 Tagen wieder verlässt. Unser Flug war also an Tag 29 gebucht, raus aus Indonesien von der Nachbarinsel Balis: Lombok. 
Da wir versuchen, so günstig wie möglich die Welt zu bereisen, verzichten wir auf jegliche Versicherungen bei unseren Flügen und Hotels/Hostels. 

Es kam wie es kommen musste: nach unserem Zwischenstopp auf Lombok (bei dem nichts, wirklich gar nichts nennenswertes geschehen ist, da es ununterbrochen in Strömen geregnet hat) saßen wir mit Sack und Pack in einem Cafe und warteten darauf, dass unser Fahrer uns zum Flughafen abholte. 
Zwei Jungs fragten, wo wir hinreisen würden und wir erklärten, dass wir auf dem Weg zum Flughafen wären. 
Und dann der Schreckensmoment: die beiden erklärten uns, dass der Flughafen gesperrt sei und alle Flüge gekänzelt worden wären. Im ersten Moment glaubt man kein Wort. Dann fällt einem jedoch ein, dass da ja doch was dran sein könnte (da war doch was mit einem Vulkan…). 
Nachgeschaut: jap, Flug gestrichen. Wir hatten natürlich keine Benachrichtigung von der Airline (AirAsia) bekommen (weil: Billigairline). 
Nach langem Kommunizieren über eine wirklich guten Live-Chat war klar: wir müssen zum Flughafen und mit der Airline einen neuen Flug buchen. 

Der Transfer zum Flughafen hat uns satte 7 Euro gekostet, was für Indonesische Verhältnisse extrem viel ist, für eine so kurze Strecke. 
AirAsia gab uns einen Flug für den nächsten Tag und wir suchten uns ein Hotel in Flughafen Nähe, um am nächsten Morgen ohne teuren Transport erneut eine Versuch zu wagen.
Am Abend erhielten wir dann jedoch die Nachricht, dass auch dieser Flug gestrichen wurde. 
Also fuhren wir am nächsten Tag wieder zum Flughafen um den Flug umzubuchen. Wieso erneut? Weil unser Visum ausgelaufen war. Scheiße, auch das noch. 
Um keinen Ärger mit der Imigrasi zu bekommen, mussten wir jeden Tag einen gestrichenen Flug vorweisen, um zu beweisen, dass wir versucht haben aus Indonesien auszureisen. 
AirAsia erklärte uns jedoch bereits am ersten Tag, dass wohl erst einmal keine Flüge stattfinden würden, für mindestens eine Woche. 

Was sollten wir also tun? Jeden Tag zum Flughafen fahren und hoffen, dass wir nun endlich fliegen dürfen? Absolut keine gute Idee. Also änderten wir unseren Plan.
Wir stornierten unseren Flug mit AirAsia und buchten für knapp 100€ einen Inlandsflug nach Surabaya, einer Großstadt im Osten der Insel Java. Von dort aus würden die Flüge nach Malaysia (unser nächstes Reiseziel) nämlich alle planmäßig durchgeführt werden. 
Leider waren vorerst alle Flüge ausgebucht, sodass wir zwei relativ teure Tage in Surabaya verbringen mussten (keine schöne Stadt für Touristen: es gibt so gut wie nichts zu sehen).

Am 5. Tag nach unserer eigentlichen Weiterreise schafften wir es dann tatsächlich raus aus Indonesien. Glücklicherweise war es kein allzu großes Problem, dass wir 3 Tage länger geblieben waren: wir bekamen unseren Ausreisestempel ohne zusätzliche Gebühren zu zahlen und flogen wirklich erleichtert in das nächste Land unserer Reise: Malaysia!

2 Gedanken zu „BLOG: Backpacking Bali

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